Dislocations

Videoscreening 18.05.06
Individuals do not live as independent units devoid of cultural ties that shape their identities. In a postmodern world, identities are shaped by shifting boundaries between communities, cultures, cities, countries, religions and other places of belonging. Having been born into a relatively borderless world in which movement between diverse places of belonging is relatively unrestricted, we continually negotiate space and develop identities within those spaces.
“Dislocations” shows different perspectives of filmmakers and artists who deal with inter-spatial and intercultural issues from a very personal view. Whether they oscillate between two cultures because of a bi-national parentage, act as intermediaries between a dominant culture and the culture of their heritage, report a circumstance that narrates an inter-spatial situation or whether they simply do not “fit in”— their least common denominator is their ambition to describe a situation outside and in between various places of belonging.
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Im Videoscreening “Dislocations” werden Arbeiten gezeigt, die sich auf unterschiedliche, persönliche Art mit Identitäten ausserhalb und zwischen verschiedenen Orten der Zugehörigkeit beschäftigen.
Die Perspektive der Filmemacher oszilliert z.B. zwischen zwei Kulturen aufgrund eines bi-kulturellen Elternhauses, thematisiert die Sprachlosigkeit in Generationskonflikten, versucht verschiedene Strategien des Entkommens oder der Verwandlung, oder erzählt einfach vom Nicht-Hineinpassen.
Programm
Das Leben einer Schildkröte im Nahen Osten, 2002, 9min, Felice Wonnenberg
Die Gazellenfalle, 2002, 10min, Felice Wonnenberg
Nach dem Widerstand, 2005, 4min, Maya Schweizer
Eine Sammlung, 2005, 4min, Maya Schweizer
Erinnerungen, 2004, 19min, Sylvia Schedelbauer
Plattenbau Berlin (Fenster), 2006, 3min Christine Woditschka
Passing Suburbia, 2005, 4min, Beate Rathke & Christine Woditschka
Recycle System l, 2002, 1min, Yin-Ju Chen
Recycle System ll, 2005, 1min, Yin-Ju Chen
Escaping for a while, 2002, 2min, Yin-Ju Chen
Please insert the DV tape, 2003, 1min, Yin-Ju Chen
The Coldest War, 2006, 8min, James T. Hong
Die Filmemacher sind anwesend, im Gespräch mit Nanna Heidenreich
Über die Filme:
Das Leben einer Schildkröte im Nahen Osten, 2002, 9min / Felice Wonnenberg

Mit experimentellen filmischen Mitteln kontrastiert die Filmemacherin Felice Wonnenberg die Erinnerungen eines befreundeten Palästinensers, der als Kind Schildkröten aus Neid auf ihren Schutzpanzer quälte und tötete, mit den Äußerungen eines Israelis, der die Fragen seiner deutschen Freundin zum Umgang mit der ständigen Bedrohung durch Terrorattentate nicht mehr ertragen kann.
Außerdem von Felice Wonnenberg: Die Gazellenfalle

Nach dem Widerstand, 2005, 4min / Maya Schweizer
Der Film bildet einen Alltag in Algerien ab. Von einem Abstrakt des Buches von Assia Djebars inspiriert erzählt die Filmsequenz von einem Treffen zweier Mütter und einer Tochter. Das Gespräch sollte sich um die geplante Heirat der Tochter drehen. Stattdessen verändert sich die Diskussion langsam zu einem Gespräch über die Situation nach dem Widerstand und alltäglichen Dingen.
Außerdem von Maya Schweizer: Eine Sammlung

Erinnerungen, 19min, 2004, 19min / Sylvia Schedelbauer
Eine junge Frau wächst in einem bi-kulturellen Elternhaus während der wirtschaftlich florierenden Zeit der japanischen Seifenblasenwirtschaft in Tokio auf. Ihre Eltern sprechen nie über deren Vergangenheit. Anhand einer Kiste Photos konstruiert sich eine mögliche Familiengeschichte.

Passing Suburbia, 2005, 4min / Beate Rathke & Christine Woditschka
Die Handlung des Videos “Passing suburbia” ist in eine Neubau-Fertighaussiedlung nördlich von Berlin verlegt. Die Monotonie der Architektur wird auf bildlicher und akustischer Ebene mittels deplazierter Störelemente durchbrochen. In kurzen performativen Handlungssequenzen wird der heteronormative Raum durch Dragkings in Westernmanier okkupiert und transformiert. Löst das Eigenheim sein Versprechen auf Freiheit ein?
Außerdem von Christine Woditschka: Plattenbau Berlin (Fenster)

Escaping for a while, 2002, 2 min / Yin-Ju Chen
When one is underwater, one thinks only about staying alive. Escaping for a while is escaping from the material world, escaping from the prison of language, from boring mundane tasks, from personal doubts, and from money.
Außerdem von Yin-Ju Chen: Recycle System l & ll, Please insert the DV tape

The Coldest War Part 1, 2006, 8min / James T. Hong
Here the China National Space Administration will be following Japan’s recent mission, which implanted less than two grams of Japanese sperm into the Itokawa asteroid, and NASA’s 1971 Apollo 15 mission, which inserted an estimated fifty grams of white American sperm into the base of the moon’s Mount Hadley Delta.
mit freundlicher Unterstützung von:

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